Terre des hommes. PDF

Der Verein sitzt seit 2011 in Berlin und finanziert sich durch Spenden, Mitgliedsbeiträge und Zuschüsse. TERRE DES FEMMES setzt sich ein für ein Leben ohne terre des hommes. PDF Diskriminierung, Gewalt und Ausbeutung. Daraus ergibt sich das feministische Leitbild des Vereins: Gleichberechtigt, selbstbestimmt und frei. TERRE DES FEMMES kämpft gegen alle Menschenrechtsverletzungen, die Mädchen und Frauen weltweit aufgrund ihres Geschlechts ertragen müssen.


Brauchtum sei auch bei Minderheiten, die sich auf kulturell-religiöse Gründe beriefen, nicht zu tolerieren, da Menschenrechte ohne Einschränkung gälten. Durch öffentlichkeitswirksame Aktionen, Publikationen, Veranstaltungen, Kampagnen und Lobbyarbeit sollen Öffentlichkeit und Politik für geschlechtsbedingte Gewalt und Diskriminierung sensibilisiert werden. Ein Artikel in der Zeitschrift Brigitte über Gewalt an Frauen und ‘Ehrenmorde’ im Nahen Osten veranlasste die Journalistin Ingrid Staehle und eine Gruppe von Frauen in Hamburg, aktiv zu werden. Terre des Femmes wurde die Gemeinnützigkeit zugesprochen. Die Dokumentation Princesses mortes wurde später von Terre des Femmes übersetzt und erschien 1987 als erste Publikation mit dem Titel Tod als Ehrensache. Organisatorisch bestand die Vereinigung bis 1990 aus einem Vorstand und aktiven Städtegruppen, die ehrenamtlich arbeiteten.

1990 wurde in Tübingen eine vom Arbeitsamt finanzierte Stelle eingerichtet. Hiermit wurde der Grundstein für den Aufbau einer Bundesgeschäftsstelle mit weiteren hauptamtlichen Kräften gelegt. Der Verein konnte inzwischen sein 35-jähriges Bestehen feiern und auf viele Erfolge zurückblicken. Die Themenschwerpunkte von TERRE DES FEMMES sind aufgeteilt in 6 Referate: Weibliche Genitalverstümmelung, Häusliche und sexualisierte Gewalt, Gewalt im Namen der Ehre, Frauenhandel und Prostitution, Gleichberechtigung und Integration und Internationale Zusammenarbeit. TERRE DES FEMMES nutzt verschiedene Aktions- und Gedenktage, um auf Menschenrechtsverletzungen an Mädchen und Frauen aufmerksam zu machen. Die inhaltliche Arbeit von TERRE DES FEMMES ist in 6 Referate aufgeteilt, die die Grundlage für die Erfolge der Organisation legen.

Seit 1998 veröffentlicht TERRE DES FEMMES jedes Jahr eine aktuelle Hochrechnung der von weiblicher Genitalverstümmelung Gefährdeten und Betroffenen in Deutschland, seit 2018 auch nach Bundesländern unterteilt. TERRE DES FEMMES setzt sich für Frauen ein, deren Notlage auf kriminelle Weise ausgenutzt wird: Frauen, die in die Prostitution oder ausbeuterische Verhältnisse gezwungen werden. Dabei sind nicht nur Migrantinnen von Frauenhandel betroffen, rund ein Viertel der Betroffenen in Deutschland sind selbst Deutsche. Außerdem setzt sich die Organisation für eine Welt ohne Prostitution ein. Formen von Gewalt, die zur Erhaltung oder Wiederherstellung der vermeintlichen Familienehre angewendet wird.

Dies kann von psychischem Druck über emotionale Erpressung, sexualisierte und körperliche Gewalt bis hin zu Zwangsverheiratungen oder so genannten Ehrenmorden gehen. Durch die Arbeit des Referats soll die Öffentlichkeit, insbesondere Behörden und Schulen, auf die Problematik hingewiesen werden. Projekte und Maßnahmen erarbeitet, um gegen geschlechtsspezifische Diskriminierung und Sexualisierung vorzugehen. Mit diversen Petitionen und Projekten möchte TERRE DES FEMMES die gesamtgesellschaftliche Integration von geflüchteten Mädchen und Frauen fördern sowie für die Rechte und den Schutz der Mädchen und Frauen einstehen, die aus patriarchalen Gesellschaftsstrukturen kommen. Bei CONNECT handelt sich um ein Berliner Patinnenprogramm von Frauen für Frauen, das von 2016 bis 2019 von Aktion Mensch gefördert wird. TERRE DES FEMMES unterstützt weltweit Frauenorganisationen, sie sich für Frauenrechte einsetzen.

Dabei stehen die gleichen Schwerpunktthemen wie bei der Inlandsarbeit im Mittelpunkt. Derzeit arbeitet die Organisation mit zehn Frauenorganisationen zusammen, die ihre Aktivitäten auf Graswurzelebene umsetzen und so die Frauen vor Ort stärken. TERRE DES FEMMES geht aktiv gegen Sexismus und Diskriminierung von Frauen vor und setzt sich gegen frauenfeindliche Werbung ein, die Frauen auf ein sexuelles Objekt reduziert. Durch diese setzen sich Rollenbilder fest und Vorurteile werden produziert, die heteronormative Maßstäbe festigen. Zu bestimmten Themen verabschieden die Mitfrauenversammlung oder die Vorstandsfrauen Stellungnahmen und Positionspapiere für die Diskussion in der Öffentlichkeit. Die einzelnen Positionspapiere und Stellungnahmen sind auf Homepage einzusehen. Mithilfe von Petitionen versucht die Organisation auf Menschenrechtsverletzungen an Mädchen und Frauen hinzuweisen und auf gesetzliche Änderungen hinzuwirken.

Aktuell sammelt TERRE DES FEMMES Unterschriften für zwei Petitionen. In der einen fordert sie die Einführung bundesweit verpflichtender Vorsorgeuntersuchungen für Kinder und Jugendliche bis zum 18. TERRE DES FEMMES unterhält Kontakte zu Frauenorganisationen weltweit und arbeitet zudem eng mit Menschenrechtsorganisationen sowie anderen Verbänden zusammen. Projektkooperationen sind ein wichtiger Bestandteil der Vereinsaktivitäten. AKF – Arbeitskreis Frauengesundheit in Medizin, Psychotherapie und Gesellschaft e. Bundesweiter Koordinierungskreis gegen Frauenhandel und Gewalt an Frauen im Migrationsprozess e.